Schritt für Schritt zur Inklusion: Aktions·pläne entwickeln und umsetzen
- 20. Mai
- 3 Min. Lesezeit
Aktualisiert: vor 16 Stunden
Was ist ein „Aktions·plan“ und wie kann er helfen, dass alle jungen Menschen gut mitmachen können und sich sicher fühlen? Die Evangelische Jugend gibt Einblicke in ihren Prozess und praktische Tipps.
Inklusion entsteht nicht durch guten Willen allein – sie braucht Struktur, Verantwortung und langfristiges Engagement. Ein Aktionsplan Inklusion ist das verbindliche Instrument, mit dem Verbände diesen Wandel systematisch gestalten.
Die Evangelische Jugend Berlin und Oberspree (EJBO) hat einen solchen Prozess durchlaufen und dabei gezeigt, wie ein Aktions·plan Inklusion konkret aussehen kann – mit Erfolgen, Schwierigkeiten und echten Lern·momenten.
In dieser Veranstaltung berichtet Maritt Merfort aus dem Prozess der EJBO:
Warum ein Aktions·plan wichtig und notwendig ist.
Wie ein Aktions·plan entsteht und welche Schritte es braucht.
Welche Ideen gut funktioniert haben – und was schwierig war.
Wie Ehren·amtliche sinnvoll eingebunden werden können.
Als Teilnehmer*in bekommst du praktische Tipps für deine eigene Verbandsarbeit und es gibt Zeit für Fragen und Austausch.
Ausführliche Beschreibung (keine Einfache Sprache) (hier klicken zum Ausklappen)
Inklusion entsteht nicht durch guten Willen allein – sie braucht Struktur, Verantwortung und langfristiges Engagement. Ein Aktionsplan Inklusion ist das verbindliche Instrument, mit dem Verbände diesen Wandel systematisch gestalten.
Was ist ein Aktionsplan Inklusion?
Ein Aktionsplan Inklusion ist ein strukturgebendes Element, mit dem Verbände und Organisationen ihre Arbeit konkret und überprüfbar auf Inklusion ausrichten. Er benennt Ziele, Zuständigkeiten und Zeitrahmen – und macht Inklusion damit zur Organisationsaufgabe, nicht zur Frage des persönlichen Engagements Einzelner.
Aktionspläne gehen auf die UN-Behindertenrechtskonvention (UN-BRK) zurück, die Deutschland seit 2009 verbindlich ratifiziert hat. Sie verpflichtet Staat und Gesellschaft, die gleichberechtigte Teilhabe von Menschen mit Behinderung in allen Lebensbereichen zu verwirklichen. Die Bundesregierung hat darauf mit einem Nationalen Aktionsplan reagiert und hält ausdrücklich fest: In der Verantwortung stehen nicht nur Bund und Länder, sondern auch Verbände, Gewerkschaften und Arbeitgeber.
➤ Nationaler Aktionsplan der Bundesregierung zur UN-BRK (BMAS)
➤ Nationaler Aktionsplan 2.0 – „Gemeinsam einfach machen“
Warum braucht es Strukturen – und nicht nur Begeisterung?Inklusion geschieht nicht durch Barmherzigkeit oder Freude am Miteinander – auch wenn beides wertvoll ist. Ohne strukturelle Verankerung bleibt sie abhängig von Einzelpersonen, von günstigen Umständen und von guter Stimmung. Aktionspläne schaffen den Rahmen, der Inklusion unabhängig davon möglich macht.
Was gehört zu einem Aktionsplan Inklusion?
In der Praxis zeigt sich: Gelingende Aktionspläne verbinden inhaltliche Ziele mit echten Machtverschiebungen im Verband. Das bedeutet konkret:
Mächtige Fürsprecherinnen und Fürsprecher: Inklusion braucht Menschen in leitenden Positionen, die sie aktiv vertreten. Vorstands- und Leitungsebene müssen eingebunden sein – ohne ihre Rückendeckung bleibt der Prozess wirkungslos.
Aushandlungsprozesse und Beteiligung: Änderungen entstehen in Sitzungen, in Diskussionen und durch strukturierte Beteiligungsformate – nicht durch Beschlüsse von oben.
Veränderung von Machtverhältnissen: Ein zentrales Ziel ist es, dass Menschen, deren Teilhabe bisher eingeschränkt war, in einflussreiche Positionen gelangen und Entscheidungen mitprägen können.
Gehör für schwache Lobbys: Menschen mit kognitiver Beeinträchtigung gehören zu den Gruppen, die gesellschaftlich am wenigsten Lobby haben. Aktionspläne können dazu beitragen, dass ihre Stimmen gehört und ihre Perspektiven verbindlich einbezogen werden.
Langfristigkeit: Wer strukturelle Veränderungen will, denkt in Jahrzehnten, nicht in Jahren. Reale Veränderungen – inhaltlich wie kulturell – entstehen oft erst nach 10 bis 15 Jahren konsequenter Arbeit.
Ein Beispiel aus der Praxis
Die Evangelische Jugend Berlin und Oberspree (EJBO) hat einen solchen Prozess durchlaufen und dabei gezeigt, wie ein Aktionsplan Inklusion konkret aussehen kann – mit Erfolgen, Schwierigkeiten und echten Lernmomenten.
In dieser Veranstaltung berichtet Maritt Merfort aus dem Prozess der EJBO:
Warum ein Aktionsplan wichtig und notwendig ist.
Wie ein Aktionsplan entsteht und welche Schritte es braucht.
Welche Ideen gut funktioniert haben – und was schwierig war.
Wie Ehrenamtliche sinnvoll eingebunden werden können.
➤ Einblick in die Aktionspläne der EJBO (2020–2024)
Als Teilnehmer*in bekommst du praktische Tipps für deine eigene Verbandsarbeit und es gibt Zeit für Fragen und Austausch.
Termin und Uhrzeit
Donnerstag, 26. November 2026 von 16 bis 18 Uhr
Ort
Online über Zoom
Den Link erhältst du nach der Anmeldung.
Kosten
Die Teilnahme kostet nichts.
Anmeldung unter:
Hinweise zur Barrierefreiheit
• Der Workshop findet in Deutscher Laut·sprache statt.
• Wir bemühen uns um gut verständliche Sprache – Nachfragen ist ausdrücklich erwünscht.
• Nimm die Position ein, die für dich am besten ist: Sitzen, Stehen, Liegen, Bewegen – alles ist möglich.
• Kamera an oder aus – ganz wie du möchtest.
• Fragen per Mikrofon oder Chat sind jederzeit willkommen.
• Es gibt mehrere kurze Pausen. Weitere Pausen könnst du dir jederzeit nehmen.
• Automatische Untertitel stehen zur Verfügung.
• Teile uns im Anmelde·formular mit, was du für deine Teilnahme benötigst.
Bei Fragen zur Barrierefreiheit bitte Kontakt aufnehmen mit:
Anne-Sophie Grunwald, E-Mail: grunwald@ljrberlin.de, Telefon: 030 818 861 13



